Roadshow Tag 10: Linz

  • Donnerstag, 3. Juni 2021

Liebe Generation Grundeinkommen,

Wir stehen bereits an der Donau in Linz bereit als die Sonne aufgeht. Wir feiern hoffentlich wieder die Umwandlung von Ablehnung in Zustimmung zum Grundeinkommen. Die Stadt Linz bietet an diesem Tag direkt neben uns ein „Open Piano“, einen vollwertigen Konzertflügel für jede/n an. Alle Menschen sind begeistert zu hören, wie jung und alt, Kopftuch oder Flip Flops, allein oder vierhändig, musikaffine Besucher*innen die Tasten unter die Finger nehmen. So etwas haben wir noch nie live gesehen.

Unser Volksbegehren soll ja immer ästhetisch präsentiert werden, weil es ja nicht gegen einen Mißstand, sondern für eine schöne Sache ist. So wählen wir viel weiß und etwas Gold für unser Layout, aber das Ganze unter freiem Himmel mit Klaviermusik und Sonne in einem Stadtzentrum zu kombinieren begeistert uns.

Unsere Roadshow wird immer schöner. Die Gespräche in Linz sind sehr zahlreich. Wir reden fast durchgehend über die immer gleichen Fragen der Finanzierung, des Arbeitsanreizes, des Menschenbildes, und der korrupten Eliten die ja einem Grundeinkommen bedingungslos nie kampflos zustimmen werden. Ein junger Mann gibt sich als Grundeinkommensempfänger zu erkennen. Er bekommt derzeit ein Stipendium – befristet – und will, dass das alle Menschen erfahren können. Er ist stark für das Grundeinkommen, weil ihm Klimaschutz so wichtig ist und die Klimaschutzaktivist*innen alle erst wirklich viel bewegen können, wenn sie ein Einkommen haben. Er sagt: "Wir können nicht nach Feierabend die Welt retten, wenn andere sie Vollzeit zerstören. Das geht sich nicht aus!" Ein starkes Bild.

Nachmittags wird es richtig heiß. Wir kratzen an den 30 Grad und ziehen ans Urfarahner Donauufer, Linz Lower East Side sozusagen. Dort hat der Wandel für uns etwas vorbereitet. Slacklines, Breakdancer, lockere Stimmung, so bauen wir nochmals unseren Infostand auf, um die zahlreichen Schaulustigen zu informieren. Unser Vereinsmitglied Evelyn Hainzl kommt aus dem Mühlviertel zu unserer Verstärkung, denn bis 21 Uhr kommen wir fast nicht aus den Gesprächen. Soo viele junge Menschen sehen einfach unseren Stand und wollen unterschreiben. Wir sind wie auf einer Welle und werden daher auch nicht müde. Als dann doch die Nacht anbricht gehen wir glücklich und beseelt in unsere Wohnmobile Tria und Dora schlafen. Morgen geht's nach Norden.