Spanien führt eine Grundsicherung ein, doch kein Grundeinkommen.

  • Dienstag, 2. Juni 2020

Wir freuen uns über die Gelegenheit Begriffe zu klären. Ein Grundeinkommen geht an alle. Eine Grundsicherung ist hingegen eine bedarfsgeprüfte Zahlung.

Um sich bewerben zu können, müssen Familien nachweisen, dass sie sich in einer prekären Situation befinden. Das monatliche Einkommen des entsprechenden Haushalts muss unter dem Betrag der Grundsicherung liegen. Eine Person kann, wenn ihr Gehalt unter 200 Euro liegt einen Antrag stellen.
Verschwindet der Bedarf, verschwindet die Grundsicherung.
Der offensichtliche Nachteil: Es gibt wenig Anreiz sich aus der Bedürftigkeit herauszubewegen, da sonst die Zahlung verschwindet. Dies ist eine Armutsfalle.

Der Staat will mit diesem Vorhaben den spanischen Haushalten ein Mindesteinkommen garantieren. Der Betrag hängt von der Anzahl der Familienmitglieder ab und beträgt durchschnittlich 10.070 Euro jährlich. Rund 100.000 Familien würden Anspruch haben und das Geld nächsten Monat erhalten, hieß es in den Medien. 

Wir hoffen es ist ein Schritt zu einem echten Grundeinkommen und wünschen den Betroffenen viel Glück.